2. Mannschaft: Auf Kurs, noch nicht am Ziel!

Die Bilanz der 2. Mannschaft zur Weihnachtspause ist beeindruckend. 10 Siege aus 10 Spielen, 30 Punkte; die bestmögliche Ausbeute. Dabei war die Vorbereitung alles andere als ideal. Ein Gegner wurde mit 13:3 besiegt und einer gar mit 30:1 degradiert. Ein weiterer Gegner ist auf Grund eines Kommunikationsproblems gar nicht erschienen und auch der EHC Heimberg war am Kantonalcup vom 17.10.2015 nicht der gewünschte Massstab, gewann der EHC Oberlangenegg doch gleich mit 7:1. Ein aussagekräftiges Resultat fehlte also und man stieg mit grosser Ungewissheit und vielen Fragen in die neue Saison. Wie gross ist der Klassenunterschied zur tieferen Liga? Wann findet das Team auch in der Meisterschaft auf die Siegesstrasse zurück? Ist eine Wende, nach einer derart verkorksten Saison wie der letzten, nahtlos möglich? Kann ein abgestiegenes Team in einer tieferen Liga von Beginn weg dominieren oder ist der Niveau-Unterschied zu klein? Hans Tschanz mit einem Zwischenbericht der 2. Mannschaft:

All diese Fragen wurden in der ersten Meisterschaftsphase beantwortet. Die Mannen und die Frau um das neue Trainerduo Stettler/Svoboda zeigten, wozu sie wirklich fähig sind. Die ersten beiden Spiele gegen Bumbach und Mühlethurnen wurden zwar nach grossem Kampf und nur gerade mit 3:2 für die Wölfe entschieden. Beim 2. Spiel gegen Mühlethurnen war sogar etwas Glück nötig, fiel doch der Ausgleichstreffer zum 2:2 erst bei 4:20 vor Schluss und der entscheidende Treffer zum 3:2 gelang erst 4 Sekunden vor Ablauf der ordentlichen Spielzeit. Wäre der 2. Treffer nicht kurz vor dem Ende noch gefallen, würde sich die Bilanz natürlich nicht mehr so makellos präsentieren. Danach spielte sich das Team aber mehr und mehr in einen Rausch. Aus dem Verliererteam der letzten Saison ist ein Siegerteam geworden. Spiele, die im letzten Jahr noch verloren gegangen wären, wurden nun gewonnen. Die Siegermentalität ist fühlbar und es herrscht ein Selbstverständnis des Siegens. Wie immer das Spiel auch verläuft, nach Ablauf der 60 Minuten hatte der EHCO immer mindestens 1 Tor mehr auf dem Zähler als sein jeweiliger Gegner. Was grundsätzlich positiv ist, kann sich aber auch als Nachteil erweisen. Das Siegen wurde zur Selbstverständlichkeit. Genau daraus entsteht eine gewisse Arroganz, welche gegen einen starken Gegner zur Niederlage führen kann. Auch die Qualität der Spiele leidet darunter, wenn man das Gefühl hat, dass der Match am Schluss ohnehin zu den eigenen Gunsten entschieden wird. Und so zeigte die Mannschaft auch schon Matches, die nicht gerade von hoher spielerischer Kunst zeugten. Insbesondere auch im letzten Spiel vor der Weihnachtspause beim 5:2 Sieg gegen den zweitletztplatzierten EHC Post Bern zeigte das Team seine hässliche Fratze. Anstatt die Überlegenheit auszunutzen, begab man sich auf das Niveau des Gegners und machte nur, was gerade unbedingt notwendig war. Keine Spielfreude, keine Leidenschaft, kein Enthusiasmus. Praktisch emotionslos spulte man die 60 Minuten ab. Gerade an dieser Schwäche muss nun jeder einzelne Spieler des Teams unter der Leitung von Res Stettler und Petr Svoboda hart arbeiten. Der erste Platz wird der Mannschaft wohl kaum noch zu nehmen sein. Die wichtigen Spiele folgen aber erst noch.

tabelle2

Das erklärte Ziel ist immer noch der sofortige Aufstieg in die 3. Liga. Dazu ist das Team in jedem Fall in der Lage, das hat sich in den ersten zwei Dritteln dieser Meisterschaft gezeigt. Es gilt aber nun, sich in den verbleibenden Spielen des letzten Meisterschafts-Drittels intensiv auf die Aufstiegsspiele vorzubereiten, und nicht etwa als Pflicht herunter zu spulen. Was jetzt nicht eingeübt wird, kann in dieser wichtigen Phase nicht mehr korrigiert werden. Die restlichen Spiele müssen deshalb dazu dienen, Unsicherheiten auszumerzen, die richtige Abstimmung zu finden, herauszufinden, wann die beste Leistung abgerufen werden kann und immer wieder sich selber zu verbessern. Wird dies konsequent vollzogen, werden manche Siege wohl recht hoch ausfallen. Es gilt aber, sich von diesen Resultaten nicht blenden zu lassen. Noch ist unklar, ob und falls ja, welche Mannschaften überhaupt aufsteigen möchten. Deshalb kann auch über allfällige Gegner nur gemutmasst werden. Die Mannschaft tut aber gut daran, sich auf starke Teams einzustellen, welche sie fordert und ihr alles abverlangt. Auch wenn es hart auf hart kommt, müssen die Nerven behalten werden. Dort zeigte die Mannschaft bisher die grösste Schwäche. Sie muss auch zusammenhalten, wenn einmal nicht alles nach Plan läuft.

 

So freuen wir uns auf gute Spiele in den verbleibenden Meisterschaftsrunden und spannende Aufstiegsspiele als Höhepunkt einer tollen Saison. Der krönende Abschluss Wiederaufstieg ist zum Greifen nah, erfordert aber noch einmal von jedem und jeder einen besonderen Effort.

 

Hans Tschanz

Spieler 2. Mannschaft