Beim Verfassen dieses Berichts liegt das Saisonende erst rund eineinhalb Wochen zurück – ein gutes Zeichen. Denn wir durften erneut bis in den März hinein Ernstkämpfe bestreiten. Doch alles der Reihe nach.
Am 4. Oktober 2025 starteten wir in die Meisterschaft. In einer 8er-Gruppe spielten wir eine Doppelrunde (Hin- und Rückspiele). Dabei mussten wir lediglich eine einzige Niederlage hinnehmen – gegen die neu formierten Beo Yetis. Die Qualifikation schlossen wir souverän mit 9 Punkten Vorsprung ab. Besonders beeindruckend war unsere Tordifferenz von +51 (78 erzielte Tore bei nur 27 Gegentoren). Auch im Powerplay überzeugten wir mit 26 Treffern und einer starken Quote von 39.39 %.
Anschliessend folgte die Masterround der besten vier Teams mit Spielen gegen die Beo Yetis, Brandis und Mühlethurnen. Unser Ziel war klar: die Tabellenführung verteidigen und uns das Heimrecht für sämtliche Playoff-Runden sichern. Der Start misslang jedoch – das erste Spiel verloren wir zuhause (erste Heimniederlage der Saison) mit 1:5 gegen Mühlethurnen. Ein Weckruf zur richtigen Zeit.
Die beiden folgenden Spiele konnten wir gewinnen und uns damit erneut den Heimvorteil für die Playoffs sichern. Zudem bedeutete der erste Platz, dass wir die ungeliebte Best-of-3-Serie im Viertelfinale umgehen konnten. Auch in der Masterround blieb unser Powerplay mit einer Quote von 37.5 % auf hohem Niveau.
Für den Coaching Staff war klar: Ab diesem Zeitpunkt würde die Luft dünner. Tore zu erzielen, wird schwieriger, und mit schönem Spiel allein gewinnt man keinen Blumentopf. Es braucht Effizienz, Disziplin und die Bereitschaft, auch die unangenehmen Wege zu gehen. Dieses Bewusstsein war im gesamten Team vorhanden, und der Coaching Staff bereitete die Spieler gezielt auf diese Phase vor. Und tatsächlich – im Halbfinale wurde die Luft spürbar dünner.
Am 10. Februar 2026 starteten wir zuhause gegen Mühlethurnen in den Halbfinal der Gruppe 4 Zentralschweiz. Der Gegner verlangte uns alles ab. Die Spiele waren intensiv, aber stets fair. Obwohl wir meist spielbestimmend waren, gelang es uns selten, unser gewohntes Offensivspiel aufzuziehen. Besonders auffällig war unsere plötzliche Powerplay-Schwäche: Nur ein Treffer in vier Spielen bei einer mageren Quote von 9.09 %. Auch die Effizienz liess zu wünschen übrig, weshalb sich eine äusserst spannende Serie entwickelte, die wir schliesslich mit 3:1 für uns entscheiden konnten. Bemerkenswert: Alle unsere Siege fielen erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen – mit dem nötigen Quäntchen Glück auf unserer Seite.
Im Gruppenfinal wartete mit dem EHC Brandis ein noch physischerer Gegner. Die Serie war hart umkämpft, doch wir waren bereit. Mit grossem Einsatz, defensiver Stabilität und der Fähigkeit, im richtigen Moment zuzuschlagen, entschieden wir die Serie klar mit 3:0 für uns.
Damit sicherten wir uns zum zweiten Mal in Folge den Titel der Gruppe 4 Zentralschweiz – keine Selbstverständlichkeit. Über die gesamte Saison hinweg haben wir hart gearbeitet und auch Rückschläge wie Verletzungen und Absenzen gemeistert.
Im Finale um den Zentralschweizer Meistertitel trafen wir auf den EHC Zunzgen-Sissach – den Meister der Saison 2023/24. Damit kam es zum Duell der beiden letzten Titelträger. Hochklassiges 2.-Liga-Eishockey war garantiert – und wurde auch geboten.
Leider verlief die Serie nicht zu unseren Gunsten. Das erste Spiel verloren wir zuhause trotz gutem Start mit 1:4 – 15 schwache Minuten entschieden die Partie. Im zweiten Spiel konnten wir auswärts, unterstützt von zahlreichen Fans und vor einer Kulisse von über 600 Zuschauern, mit 3:0 gewinnen. Zwei der drei Tore fielen ins leere Tor. Es war eines unserer besten Saisonspiele: Auch wenn wir spielerisch unterlegen waren, überzeugten wir mit einer überragenden Defensivleistung.
So kam es zur entscheidenden Belle in der heimischen Hot Shot Arena. Kurz gesagt: Wir mussten uns mit 1:3 geschlagen geben und verloren die Serie mit 1:2. Damit beenden wir die Saison als Vize-Zentralschweizermeister 2025/26. Ein Resultat, auf dem sich aufbauen lässt – denn Ziele und Entwicklungspotenzial bleiben für die kommende Saison bestehen. Nichtsdestotrotz ist dies eine herausragende Leistung. Wir haben erneut gezeigt: Unsere Mannschaft hat das Potenzial, die Qualität und den Biss, um anzugreifen, jeden Gegner herauszufordern und bis zum Schluss, um den Titel zu kämpfen.
Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Fans, Sponsoren, Gönner und Sympathisanten – ihr wart einmal mehr finalwürdig! Wir wünschen allen einen schönen Frühling und Sommer und freuen uns bereits jetzt darauf, euch Ende August bei den ersten Freundschaftsspielen wiederzusehen.
Bis bald!
Eure 1. Mannschaft des EHC Oberlangenegg
