Saisonrückblick 2025/26 – 1. Mannschaft EHC Oberlangenegg

Beim Verfassen dieses Berichts liegt das Saisonende erst rund eineinhalb Wochen zurück – ein gutes Zeichen. Denn wir durften erneut bis in den März hinein Ernstkämpfe bestreiten. Doch alles der Reihe nach.

Am 4. Oktober 2025 starteten wir in die Meisterschaft. In einer 8er-Gruppe spielten wir eine Doppelrunde (Hin- und Rückspiele). Dabei mussten wir lediglich eine einzige Niederlage hinnehmen – gegen die neu formierten Beo Yetis. Die Qualifikation schlossen wir souverän mit 9 Punkten Vorsprung ab. Besonders beeindruckend war unsere Tordifferenz von +51 (78 erzielte Tore bei nur 27 Gegentoren). Auch im Powerplay überzeugten wir mit 26 Treffern und einer starken Quote von 39.39 %.

Anschliessend folgte die Masterround der besten vier Teams mit Spielen gegen die Beo Yetis, Brandis und Mühlethurnen. Unser Ziel war klar: die Tabellenführung verteidigen und uns das Heimrecht für sämtliche Playoff-Runden sichern. Der Start misslang jedoch – das erste Spiel verloren wir zuhause (erste Heimniederlage der Saison) mit 1:5 gegen Mühlethurnen. Ein Weckruf zur richtigen Zeit.

Die beiden folgenden Spiele konnten wir gewinnen und uns damit erneut den Heimvorteil für die Playoffs sichern. Zudem bedeutete der erste Platz, dass wir die ungeliebte Best-of-3-Serie im Viertelfinale umgehen konnten. Auch in der Masterround blieb unser Powerplay mit einer Quote von 37.5 % auf hohem Niveau.

Für den Coaching Staff war klar: Ab diesem Zeitpunkt würde die Luft dünner. Tore zu erzielen, wird schwieriger, und mit schönem Spiel allein gewinnt man keinen Blumentopf. Es braucht Effizienz, Disziplin und die Bereitschaft, auch die unangenehmen Wege zu gehen. Dieses Bewusstsein war im gesamten Team vorhanden, und der Coaching Staff bereitete die Spieler gezielt auf diese Phase vor. Und tatsächlich – im Halbfinale wurde die Luft spürbar dünner.

Am 10. Februar 2026 starteten wir zuhause gegen Mühlethurnen in den Halbfinal der Gruppe 4 Zentralschweiz. Der Gegner verlangte uns alles ab. Die Spiele waren intensiv, aber stets fair. Obwohl wir meist spielbestimmend waren, gelang es uns selten, unser gewohntes Offensivspiel aufzuziehen. Besonders auffällig war unsere plötzliche Powerplay-Schwäche: Nur ein Treffer in vier Spielen bei einer mageren Quote von 9.09 %. Auch die Effizienz liess zu wünschen übrig, weshalb sich eine äusserst spannende Serie entwickelte, die wir schliesslich mit 3:1 für uns entscheiden konnten. Bemerkenswert: Alle unsere Siege fielen erst in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen – mit dem nötigen Quäntchen Glück auf unserer Seite.

Im Gruppenfinal wartete mit dem EHC Brandis ein noch physischerer Gegner. Die Serie war hart umkämpft, doch wir waren bereit. Mit grossem Einsatz, defensiver Stabilität und der Fähigkeit, im richtigen Moment zuzuschlagen, entschieden wir die Serie klar mit 3:0 für uns.

Damit sicherten wir uns zum zweiten Mal in Folge den Titel der Gruppe 4 Zentralschweiz – keine Selbstverständlichkeit. Über die gesamte Saison hinweg haben wir hart gearbeitet und auch Rückschläge wie Verletzungen und Absenzen gemeistert.

Im Finale um den Zentralschweizer Meistertitel trafen wir auf den EHC Zunzgen-Sissach – den Meister der Saison 2023/24. Damit kam es zum Duell der beiden letzten Titelträger. Hochklassiges 2.-Liga-Eishockey war garantiert – und wurde auch geboten.

Leider verlief die Serie nicht zu unseren Gunsten. Das erste Spiel verloren wir zuhause trotz gutem Start mit 1:4 – 15 schwache Minuten entschieden die Partie. Im zweiten Spiel konnten wir auswärts, unterstützt von zahlreichen Fans und vor einer Kulisse von über 600 Zuschauern, mit 3:0 gewinnen. Zwei der drei Tore fielen ins leere Tor. Es war eines unserer besten Saisonspiele: Auch wenn wir spielerisch unterlegen waren, überzeugten wir mit einer überragenden Defensivleistung.

So kam es zur entscheidenden Belle in der heimischen Hot Shot Arena. Kurz gesagt: Wir mussten uns mit 1:3 geschlagen geben und verloren die Serie mit 1:2. Damit beenden wir die Saison als Vize-Zentralschweizermeister 2025/26. Ein Resultat, auf dem sich aufbauen lässt – denn Ziele und Entwicklungspotenzial bleiben für die kommende Saison bestehen. Nichtsdestotrotz ist dies eine herausragende Leistung. Wir haben erneut gezeigt: Unsere Mannschaft hat das Potenzial, die Qualität und den Biss, um anzugreifen, jeden Gegner herauszufordern und bis zum Schluss, um den Titel zu kämpfen.

Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Fans, Sponsoren, Gönner und Sympathisanten – ihr wart einmal mehr finalwürdig! Wir wünschen allen einen schönen Frühling und Sommer und freuen uns bereits jetzt darauf, euch Ende August bei den ersten Freundschaftsspielen wiederzusehen.

Bis bald!
Eure 1. Mannschaft des EHC Oberlangenegg

Jahresbericht des Präsidenten

Sehr geehrte 1964-er-Clubmitglieder, werte Gönner, Sponsoren und Freunde vom EHC Oberlangenegg, werte Mitglieder.

Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz und für eure treue, unersetzbare Unterstützung. Wir können sagen, dass die erfolgreichste Saison in der Geschichte des EHCO in der abgelaufenen Spielzeit 2025/26 bestätigt werden konnte.

Einige Rückblicke:

Woufsverlochete:

Zum zweiten Mal wurde unser Anlass, die «Woufsverlochete» durchgeführt. Die wetterbedingten Erfahrungen der ersten Durchführung veranlassten das OK, den Termin dieses 2024 neu lancierten Anlasses etwas nach hinten zu schieben (zuvor Bar & Pubfestival). 2025 wurde am Freitag zugleich die Meisterfeier 2024/25 für unser Fanionteam abgehalten und die Hot Shot Arena war dafür genau die richtige Location. Ich bedanke mich hier gerne im Namen des Fanionteams und des gesamten EHCO bei allen für die lieben Glückwünsche und die grosszügigen Geschenke! Natürlich auch ein grosser Dank an alle, die da waren um mit der Mannschaft diesen historischen Erfolg zu feiern und alle, die mitgearbeitet haben! Auch am Samstag feierten die Jungen und Junggebliebenen ordentlich und der Anlass darf sicher als Erfolg gewertet werden. Ich danke im Speziellen auch dem OK für die Organisation und Durchführung. Guät gmacht!

Cornhole-Cup:

Am ersten Wochenende im Mai fand der fünfte Wolves Cornhole-Cup statt. Das OK um den Betriebsplaner der HSA, unsere Kassierin und unseren Werbe-Chef organisierte einmal mehr einen grossartigen Event. Der Wettbewerb konnte abermals mit einem grossen Teilnehmerfeld durchgeführt werden. Das Spielniveau steigt stetig und ein Weiterkommen oder eine Topplatzierung ist ohne Training nicht zu erreichen. Ich danke allen, die zum Gelingen dieses supertollen Anlasses beigetragen haben!

Silvester on Ice:

Zum zweiten Mal führten wir den Silvester on Ice durch. Mit fast 100 Teilnehmenden auf dem Eis war auch das ein Erfolg. Ebenfalls kam das «neben-dem-Eis» nicht zu kurz und wir verbrachten einen lustigen und schönen Jahreswechsel. Ich danke allen, die Mitgeholfen haben. Speziell sicher den Mitgliedern vom Buvette-Team, die uns auch beim Cornhole-Cup tatkräftig unterstützt haben!

Vorbereitung Off-Ice:

Bereits in der Woche nach dem Cornhole-Cup begann für unsere Mannschaften das Sommertraining. Nach der Topplatzierung in der Vorsaison galt es für unser Fanionteam, die nötige Fitness für eine Bestätigung zu holen. Die zweite Mannschaft absolvierte ihr wöchentliches Sommertraining in der HSA. Für die Mitglieder der dritten Mannschaft war das Sommertraining freiwillig und jene die wollten, konnten sich der zweiten Mannschaft anschliessen. Der Trainingsfleiss der Mitglieder vom Zwöi war klar besser als andere Jahre und das widerspiegelte sich auf dem Eis (später im Bericht).

Vorbereitung On-Ice:

Mit der ersten und zweiten Mannschaft starteten wir die Eistrainings wieder im Campus in Langnau. Das Trainingslager absolvierten wir mit diesen beiden Teams dann wie gehabt in Widnau SG. Die VS-Spiele der ersten Mannschaft verliefen gut, die Vorbereitung der zweiten Mannschaft verlief abermals etwas durchzogen. Die Handschrift des neuen Trainergespanns war jedoch bereits in diesen Spielen ersichtlich und man sah, dass sich die Jungs auf die Meisterschaft freuen. Die dritte Mannschaft begann mit ihrer Vorbereitung erst, als in der HSA Eis zur Verfügung stand. Das verlief insgesamt alles ansprechend und man sah, dass sich die Staffs und die Mannschaften auf die Meisterschaften freuen.

Meisterschaft:

EHCO III:

Die Mannschaft startete sicher mit etwas mehr Ambitionen in die Saison als andere Jahre. Mit einem klaren 11:3 gegen Uttigen und ebenfalls deutlichen 9:1 gegen das neuformierte Thun-Lerchenfeld startete die Mannschaft optimal in die Meisterschaft. Im dritten Saisonspiel bekam das Team dann die Limiten aufgezeigt. Ein sehr starkes Höfen besiegte uns gleich mit 8:1. Danach wurden die Resultate ausgeglichener. Ausgerechnet die unnötige Niederlage im Penaltyscheissen im zweitletzten Saisonspiel im Derby gegen den EHC Heimberg kostete uns schlussendlich den 4. Meisterschaftsrang. Das ist zwar etwas ärgerlich, doch ansonsten haben wir, meiner Meinung nach, eine ordentliche 4. Ligasaison abgeliefert.

EHCO II:

Auch unsere zweite Mannschaft startete mit gestiegenen Erwartungen in die Meisterschaft. Mit den Zuzügen aus dem Fanionteam sollte die erstmalige Playoff-Qualifikation erreicht werden. Und dies gleich vorneweg: das gelang. Dazu hat sicher auch beigetragen, dass erstmals die Ränge 1-4 teilnahmeberechtigt waren (zuvor nur die ersten 2). In einer sehr starken Gruppe (mit einem überragenden EHC Thun-Lerchenfeld) konnte der dritte Gruppenrang mit 3 Punkten Rückstand auf den EHC Freimettigen II und 6 Punkten Vorsprung auf den EHC Lenk-Zweisimmen gesichert werden. Mit viel Elan startete das Team in sein erstes Playoff Abenteuer gegen den in der 2. Gruppe erstplatzierten EHC Meinisberg II. Vor einer schönen Zuschauerkulisse in der HSA konnte der sehr torgefährliche Gegner mit 7:6 bezwungen werden. Das war sicher das Highlight der Saison und hat vielen Besuchenden (und natürlich auch den Spielenden) sehr viel Freude bereitet. Im Rückspiel in der Tissot-Arena war dann die Luft etwas draussen. Das grössere Eisfeld kam dem Gegner klar entgegen und die Partie ging mit 6:1 deutlich verloren. Das soll die Saisonleistung aber sicher nicht schmälern. Im Gegenteil. Ich danke euch für spannende Partien und gratuliere zur sehr guten Saisonleistung!

EHCO I:

Die Meisterschaft verlief für unsere erste Mannschaft ähnlich gut wie die vorangegangene. Eine einzige Niederlage (gegen die neu formierten Beo Yetis) musste unser Team in der Regular Season hinnehmen. Das war einmal mehr sehr beeindruckend! Danach wurde erstmals eine Masterround ausgetragen. In diese startete das Team mit einer Niederlage gegen den EHC Mühlethurnen. Mit Siegen in den beiden anderen Partien konnte der angestrebte 1. Schlussrang und das Heimrecht für sämtliche Playoff-Runden dennoch gesichert werden. Als unangefochtener Gruppensieger war die Mannschaft für den Halbfinal der Gruppe gesetzt. Hier wartete mit dem EHC Mühlethurnen ein bekannt unbequemer und sehr guter Gegner auf unser Team. Wir sahen eine Serie auf Augenhöhe und alle Spiele hätten durchaus auch anders ausgehen können. Mit dem nötigen Quäntchen Glück und 3 Siegen in der Verlängerung oder im Penaltyschiessen konnte die Serie mit 3:1 gewonnen werden. Im Final begegnete die Mannschaft dann eher unerwartet dem EHC Brandis. Mit einer sehr guten Mannschaftsleistung konnte die Serie in körperlich betonten Spielen klar mit 3:0 gewonnen werden. Im Duell um den 2. Liga Eishockeymeistertitel Zentralschweiz erwartete uns mit dem EHC Zunzgen-Sissach ein sehr spielstarker Gegner. Wir durften wieder zu Hause beginnen, verloren das erste Spiel aber leider mit 1:4. Im Auswärtsspiel zeigte die Mannschaft einmal mehr, was in ihr steckt. Mit dem besten Saisonspiel erzielte die Mannschaft, vor mehr als 600 Zuschauenden, einen 3:0 Sieg. Leider ging das entscheidende Spiel in der HSA mit 1:3 verloren und wir mussten dem EHC Zunzgen-Sissach zum 2. Liga Eishockeymeistertitel Zentralschweiz gratulieren. Das soll die Saisonleistung aber auch hier sicher nicht schmälern. Zwei Mal hintereinander um den Titel in der Zentralschweiz zu spielen, zeugt von einem herausragendem Mannschaftgeist und harter, ehrlicher Arbeit. Und, Vize-Zentralschweizermeister 2025/26 tönt ebenfalls sehr gut! Jungs und Staff: ihr habt einmal mehr sehr viele Leute glücklich gemacht. Ich gratuliere zum Eishockey Vize-Zentralschweizermeister 2. Liga 2025/26. Ihr wisst es: Das ist sowas von GUT!

Zuschauer und Fans:

Wir dürfen bereits seit einigen Jahren auf euren, wahrlich meisterlichen Support bauen. Das ist nicht selbstverständlich und dafür sowie für die ganze Saison danke ich euch bestens! Das war einmal mehr sowas von FAN-tastisch!

Buvette / Eingang / Zeitnehmer / Speaker / Strafbanktörler usw.:

An dieser Stelle danke ich all unseren Helfenden. Ob still und leise im Hintergrund oder an vorderster Front; sie sorgen dafür, damit wir diesen schönen Sport ausüben können. Vielen herzlichen Dank!

Sponsoren + Gönner:

Vielen, vielen herzlichen Dank! Das ist das Einzige, was ich sagen kann. Ich danke allen Sponsoren und Gönnern, dass sie uns auch in dieser Saison sehr wohlwollend unterstützt haben!

Ich bitte alle Mitglieder/innen und Leser/innen dieses Jahresberichts, unsere Sponsoren bei ihren Einkäufen und Anschaffungen zu unterstützen und ihnen etwas von ihrem Engagement zurückzugeben. Unser Verein kann nur so funktionieren.

Vielen herzlichen Dank!

Jetzt wünsche ich allen gute Gesundheit, einen schönen Sommer, viele gute und erfolgreiche Erlebnisse und den Mannschaften ein paar gute und harte Sommertrainings.

Vielen herzlichen Dank an alle, die auf irgendeine Weise zum Wohle des EHCO und des Eishockeys in Oberlangenegg beitragen!

Danke für die Aufmerksamkeit und alles Gute!

Sportlicher Gruss

Peter Oesch, Präsident EHC Oberlangenegg

Saisonstart der 2. Mannschaft

21 Feldspieler, 2 Torhüter, 2 Trainer. Die 2. Mannschaft war für das Trainingslager vom 24. – 28. September 2025 sehr gut aufgestellt. Damit konnte die Mannschaft in den Trainings optimal profitieren.

Gleich 4 langjährige Spieler der 1. Mannschaft werden das Zwöi in der kommenden Saison verstärken. Gemeinsam vereinen sie eine Erfahrung von über 50 Saisons in der 2. Liga. Wir haben im Team Fragen zusammengetragen, die sie wie nachfolgend beantworteten. Aus Datenschutzgründen haben wir Ihre Namen «unkenntlich», aber erratbar gemacht . Das sind: Wytrick Pattenbach (WP), Schüstoph Chrirch (SC), Obscha Saerli (OS), Mien Svschler (MS). Ihre Antworten in der Reihenfolge ihrer Rückmeldungen:

  • Wie viele Saisons habt ihr in der 1. Mannschaft gespielt?

WP: Ich glaube 18 oder 19.

MS: 10.

OS: Kann ich so nicht sagen, da ich so oft vom I ins II und retour gewechselt habe. (Anm. der Redaktion: Laut Eliteprospects.com waren es seit den Playoffs 2006/07 und danach ca. 3 halben Saisons 2007/08 bis 2009/10 ab der Saison 2011/12 mindestens um die 8 halbwegs vollständigen Saisons in der 2. Liga.)

SC: 15.

  • Was hat euch dazu bewogen, zum II in die 3. Liga zu wechseln?

WP: Weil beim EHCO von der 1. bis 3. Mannschaft jeder jeden kennt und «aues geili Sieche si», war für mich immer klar, dass ich innerhalb des Vereins in ein tiefer klassiertes Team wechsle anstatt aufzuhören.

MS: Familienzuwachs und der Wechsel ins Familiengeschäft.

OS: Weil man ja immer sagt, dass man auf dem Höhepunkt aufhören sollte. Und auch, weil ich im Beruf etwas freier sein wollte, wenn es um Auslandseinsätze geht.

SC: Dass ich etwas mehr Zeit für die Familie habe und um wieder die ehemaligen 1-Spieler zu treffen, die ebenfalls ins II wechselten.

  • Auf was habt ihr euch nach dem Entscheid, der 2. Mannschaft beizutreten, gefreut?

WP: Auf das Zusammenspielen mit neuen aber auch bisherigen Teamkollegen.

MS: Darauf, die schlichte Freude am Eishockey wieder in den Vordergrund zu stellen.

OS: Natürlich darauf, die Junioren etwas zu «plagen» und da es im II mehr von denen gibt, ist es noch schöner. Nein, einfach um weiterhin Spass am Hockey zu haben. Und das auch noch mit Kollegen, die man schon lange kennt und denen es genauso geht. Aber trotz all’ dem wollen wir auch etwas erreichen in dieser Saison.

SC: Dass etwas mehr Zeit für die Familie bleibt, das Hockey aber dennoch seinen Platz hat und dies auch noch in lockererer Atmosphäre.

  • Welche Ziele habt ihr mit dieser Mannschaft für diese Saison?

WP: Spass haben; versuchen, den Junioren mit der gesammelten Erfahrung zu helfen um noch besser zu werden; Playoffs erreichen; letztes Spiel der Saison gewinnen.

MS: Playoffs erreichen und eine Top-3-Platzierung sichern.

OS: Tabellenmässig möchte ich, dass wir am Ende der Saison unter den ersten 3 platziert sind. In Bezug auf die Mannschaft selbst: dafür sorgen, dass der Niveauunterschied zwischen I und II nicht zu gross wird. So dass es für die Jungen leichter möglich ist, den Schritt in die 1. Mannschaft zu schaffen, wie es damals bei mir als junger Spieler war.

SC: Ein Platz in den ersten 4, damit die Playoffs erreicht werden.

  • Haben sich eure persönlichen Ziele nach dem Teamwechsel verändert?

WP: Die persönlichen Ziele haben sich nicht gross geändert. Wenn ich auf dem Eis stehe, will ich mein Bestes geben und gewinnen.

MS: Die Freude am Spiel steht für mich an erster Stelle.

OS: Ich nehme mir nun die Freiheit raus, mal eine Woche fehlen zu dürfen, ohne riesige Konsequenzen tragen zu müssen. Zwecks Ausbildung der Jungen werde ich nun tatsächlich das Steuerspiel anwenden müssen, um es dem Junior in der Linie zu lernen. (Anm. der Redaktion: Vorsichtig ausgedrückt mag OS das Steuerspiel nicht besonders. Ein aggressives Forechecking zieht er diesem jedenfalls vor…)

SC: Es geht nun mehr darum, die körperliche Fitness zu erhalten, die Kollegschaften zu pflegen und natürlich um die Freude am Eishockey.

  • Welche Rituale hattet ihr vor dem Spiel und werdet ihr diese beibehalten?

WP: Da gibt es während des ganzen Tagesablaufs vor dem Spiel viele. Beginnend schon am Morgen beim Aufstehen, beim Essen, beim Einlaufen, beim Anziehen der Ausrüstung… diese werde ich sicher beibehalten, sonst fühle ich mich am Spiel nicht wohl.

MS: Kaffee vor und während dem Spiel – das werde ich beibehalten.

OS: Vor dem Match: Essen im Hot Shot. Vor dem Einlaufen in der Garderobe hüpfen, um die Gelenke etwas in Schwung zu bringen. Fünf Minuten vor dem Match kurz in mich gehen und einige Spielsituationen im Kopf durchgehen und mir vorzustellen, wie ich dann zu reagieren habe.

SC: Ja, ich werde die Rituale beibehalten. Zum Beispiel die Einnahme von Carmol-Tropfen, nach 2 Runden two-touch (Einlaufspiel) Spurts absolvieren, in der Garderobe noch einmal sammeln.

  • Wo sind die grössten Unterschiede zwischen 1 und 2?

WP: Es ist weniger Erfolgsdruck vorhanden.

MS: Weniger Termine und das Training ist stärker auf Spielspass ausgelegt.

OS: Geschwindigkeit: Auf dem Eis muss in der 2. Liga jede Entscheidung viel schneller getroffen werden, da der Gegner dir weniger Zeit gibt. Im II steht Spass sowie die Freude am Sport und dessen Ausübung mit den Kollegen etwas mehr im Vordergrund gegenüber dem Ehrgeiz und dem Anspruch im I, sich immer verbessern zu müssen. Aber der wohl grösste Unterschied ist der Wechsel der Spieler in den Linien: die Absenzen sind häufiger als im I und somit trainiert und spielt man immer wieder mit anderen Spielern zusammen, wodurch man sich immer wieder neu auf die anderen einstellen muss.

SC: Bei der Präzision der Pässe, beim Tempo der Spieler und dadurch der Schnelligkeit des Spiels, bei der mentalen Einstellung und beim Biss, der im I grösser sein muss.

  • Wo hat euch die 2. Mannschaft im Trainingslager (oder im Sommertraining) überrascht?

WP: Sehr schön war, wie wir im Team alle super aufgenommen wurden. Im Sommertraining war ich überrascht, wie lange die «Nachbesprechungen» der Trainings jeweils dauerten… Und im Trainingslager, dass am Morgen trotz des frühen Trainings nie jemand zu spät kam und auf dem Eis Vollgas gab…

MS: Abwechslungsreiches Sommertraining mit viel Spielspass.

OS: Da ich ja die Spieler bereits kannte und wusste, was in etwa auf mich zukommt, hat mich nicht mehr viel überrascht.

SC: Dass der ganze Trainings- und Spielbetrieb auch sehr gut funktioniert. Auch dass es einen guten Zusammenhalt gibt, obwohl das II eine Stufe tiefer spielt.

  • Wo seht ihr Stärken in diesem Team?

WP: Wir haben einen breiten Kader und ein gutes Niveau über alle Linien. Und einen guten Team-Kitt, welcher uns sicher helfen wird.

MS: Erfahrung und defensive Stabilität.

OS: Im Wachsen; wir werden neu zusammenwachsen als Team, wir werden mit unserer Spielart und dem System wachsen und somit sind die Aussichten auf Erfolg sehr gut.

SC: Die Vielfältigkeit mit den unterschiedlichen Spielertypten, mit denen ein vom Gegner schwer zu lesendes Team geformt werden kann.

  • Welche Fähigkeiten könnt ihr einbringen, um das Team stärker zu machen?

WP: Teamgeist, Erfahrung, Disziplin.

MS: Noch mehr mentale Stärke einbringen.

OS: Ich bin wohl eher fürs Gemütliche in der Garderobe eine gute Stütze und sehe dort meine grössten Fähigkeiten.

SC: Blueliner (lacht. Das sind die mit den harten Schüssen von der blauen Linie). Nein, es gibt nicht viel hervorzuheben. Wichtig sind mir aber ein guter 1. Pass, defensive Stabilität und zwischendurch auch mal ein Rush nach vorne.

  • Was unternehmt ihr, um das höhere Niveau zu halten anstatt dem 3. Liga-Niveau anzupassen?

WP: Ich bin 3.-Liga-Niveau, sonst würde ich noch in der 2. Liga spielen…

MS: Weiterhin an mir arbeiten, mich verbessern und entwickeln.

OS: Da wir schon einige Spieler aus dem I sind – einige haben den Wechsel ja schon früher gemacht – können wir einander auch in den Trainings fordern und so für ein gutes Niveau sorgen.

SC: Momentan nichts, da ich mit «schöppelen» und Windeln wechseln beschäftigt bin. Schlussendlich ist jedoch das Halten des Niveaus eine mentale Frage.

  • Weshalb gelang es euch nicht, im 1. Testspiel den Unterschied zu machen?

WP: Nebst dem, dass mein linker Flügel (OS) «no nid so het mögä», war auch ich 3 Drittel lang erfolglos auf der Suche nach meiner Form. Und SC hatte wohl noch Mühe, mit seinen neu erworbenen Gitterstäben den Durchblick zu finden. MS sah dagegen das Desaster von uns 4 wohl kommen und nahm sich ein paar Tage frei, um einen zukünftigen Nachwuchsspieler auf dieser Welt zu begrüssen.

MS: Ich war leider nicht beim Spiel dabei.

OS: Weil das Spiel viel verrückter ist. Keiner lässt sich mehr gleich lesen, einige Spieler machen Sachen, die man nie erwarten würde. Da wird es dann auch etwas schwieriger, das zu spielen, was man gelernt hat. Mir machen vor allem die Eiszeiten Mühe, da es mit 3 statt 4 Linien extrem mehr Einsätze gibt, was mir als alten Sack doch noch Leistungsdefizite aufzeigte und daran muss man sich erst noch gewöhnen.

SC: Es war noch ein Antasten gegen einen guten Gegner in einer neuen Situation.

  • Warum sollte man sich in der kommenden Saison ein Spiel der 2. Mannschaft anschauen?

WP: Weil wir Ladina im Tor haben. Und weil wir «huere Früüd» am Besuch hätten.

MS: Coole Truppe, die Spass am Spiel hat – das macht Freude zuzuschauen.

OS: Weil wir mit Freude spielen und man das auch sieht. Und dann können wir gemeinsam Freude haben.

SC: Weil wir «geili Sieche» sind!

Wir bedanken uns bestens für die Antworten und heissen die Neuzugänge herzlich willkommen. Wir sind uns jedoch auch bewusst, dass sie nicht die Matches für uns im Alleingang entscheiden können. Es braucht nach wie vor alle und am liebsten noch mit konstant guten Leistungen. Zudem haben viele andere Teams auch aufgerüstet. Und mit dem Zusammenschluss von Thun und Lerchenfeld zu Thun-Lerchenfeld II sowie der Bödeli-Hockeyclubs zum HC Beo Yetis II oder auch dem Aufstieg des SV Röthenbach gibt so viele Veränderungen wie schon lange nicht mehr. Es steht eine interessante Saison mit viel Ungewissheit bevor. Wir sind gespannt, wie sich dies in den Spielen auswirken wird.

Für die Zusammenfassung:

Tsns Hachanz

Ältester Spieler 2. Mannschaft

Saisonvorschau der 1. Mannschaft

Der EHC Oberlangenegg geht voller Tatendrang und Vorfreude in die neue Spielzeit 2025/26. Nach einem intensiven Sommertraining und einer abwechslungsreichen Vorbereitung stehen alle Zeichen auf Aufbruch. Die Liga wartet mit einem neuen Modus auf, der für zusätzliche Spannung sorgt: Acht Teams absolvieren zunächst eine Qualifikationsrunde mit 14 Spielen, bevor in einer Zwischenrunde mit drei weiteren Partien die Weichen für die entscheidende Phase gestellt werden. Neu mit von der Partie sind der HC Beo Yetis, eine eindrucksvolle Fusion der Vereine Interlaken, Bönigen und Beatenberg, sowie der traditionsreiche EHC Brandis. Die Fans dürfen sich somit auf neue Gegner und frische Duelle freuen.

Die 1. Mannschaft des EHC Oberlangenegg blickt mit Dankbarkeit auf die vergangene Saison und auf Spieler, die sie geprägt haben. Sven Mischler, Christoph Schürch, Patrick Wyttenbach und Sascha Oberli wechseln in die 2. Mannschaft. Sie haben mit ihrem Einsatz und ihrer Treue viele Jahre lang das Gesicht des Teams geprägt. An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an diese vier Spieler für ihre wertvollen Beiträge auf und neben dem Eis.

Demgegenüber bringen neue Gesichter frischen Wind in die Kabine. Mit Sandro Brechbühl kommt ein talentierter Spieler vom EHC Adelboden, Sedin Rebollo stösst von den HC Huskys beziehungsweise vom SV Röthenbach zu uns. Durch Ferien, berufliche Absenzen und veränderte Konstellationen öffnen sich zusätzliche Möglichkeiten für junge Spieler, sich in einer arrivierten Mannschaft zu beweisen. Für die Nachwuchskräfte ist dies eine einmalige Chance, neben erfahrenen Teamkameraden auf höchstem Niveau zu wachsen.

Erstmals fand das Sommertraining im modernen Campus der SCL Tigers statt. In dieser hochklassigen Infrastruktur konnten wir Kraft, Ausdauer und Technik gezielt aufbauen. Die Trainingsbeteiligung war beeindruckend hoch, was das Fundament für eine erfolgreiche Wintersaison legt. Die Mannschaft ist fit und bereit, aber sie muss ihren Hunger nach Siegen neu entfachen – und genau daran haben wir in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet.

Ende August begann die Eisvorbereitung mit drei Wochen intensiven Trainings in Langnau. Dank der Unterstützung der 3H44 AG konnten wir anschliessend bereits das Eis in Oberlangenegg betreten. Unter besten Bedingungen absolvierte das Team hier die ersten Einheiten auf heimischem Eis – ein wichtiges Signal, um sich gemeinsam auf die bevorstehenden Aufgaben einzuschwören.

Auch wenn die Resultate der Vorbereitungsspiele noch nicht den erhofften Erfolg brachten, waren sie in anderer Hinsicht umso wertvoller. Wir konnten entscheidende Erkenntnisse gewinnen, um Taktik, Spielsystem und Abstimmungen weiter zu verfeinern. Gerade in einer Phase des Umbruchs und der Teamfindung sind solche Erfahrungen wichtiger als Siege.

Höhepunkt der Vorbereitung war wie jedes Jahr das Trainingslager in Widnau. Die Rahmenbedingungen waren auch heuer hervorragend. Dort konnten wir nicht nur an technischen, taktischen und spielerischen Elementen arbeiten, sondern vor allem als Team zusammenwachsen. Auf und neben dem Eis wurde geschwitzt, gefeilt, gelacht und diskutiert – ein Fundament, auf dem wir die gesamte Saison aufbauen wollen.

Wir sind überzeugt, dass wir auch in dieser Saison wieder packendes und erfolgreiches Wolves Hockey bieten werden. Die Voraussetzungen sind geschaffen, die Motivation ist gross und wir wollen aus unserem Potenzial noch einige Prozent mehr herausholen. Wir freuen uns auf eine spannende Saison, auf viele emotionale Momente und auf die lautstarke Unterstützung unserer Fans. Gemeinsam wollen wir den EHC Oberlangenegg weiter nach vorne bringen und für unvergessliche Eishockeyabende sorgen.

Eure 1. Mannschaft des EHC Oberlangenegg